Der Businessplan - Eine Anleitung

Für Banken, Investoren, eventuell für Arbeits- und Finanzamt, aber auch für Dich selbst ist der Businessplan unerlässlich bei der Gründung eines Unternehmens. Wir zeigen Dir, worauf es bei einem überzeugenden Businessplan ankommt.

Der Geschäftsplan enthält wirklich alles, was es zu Deinem Vorhaben zu wissen gibt, angefangen bei der Idee über Informationen zu Dir und eventuellen anderen Gründern bis hin zu Marktanalyse und Gewinnerwartungen. Ein ehrlicher Businessplan hilft dabei abzusehen, ob sich eine Unternehmensidee wirklich lohnt und ist damit ein wichtiges Entscheidungsdokument.

Gute Lesbarkeit und Glaubwürdigkeit

Der Businessplan sollte eine klare Struktur haben. Klassischerweise gliedert er sich auf der ersten Ebene in einen Text- und in einen Zahlenteil. Aussagekräftige Überschriften helfen dem Leser bei der Orientierung. Selbstverständlich sollte sein, dass der Plan keinerlei orthografische oder grammatikalische Fehler enthält. Der Plan sollte auch von jemandem verstanden werden, der keine Kenntnisse in der Branche hat. Vermeide also Fachbegriffe und zu technische Schilderungen. Lass den Plan am besten von jemand Dritten gegenlesen.

Der Businessplan dient nicht der Werbung, das bedeutet, dass übertriebene unglaubwürdige Aussagen darin keinen Platz haben. Auch mit Mängeln solltest Du offen umgehen. Niemand kann zu Beginn alles leisten, alles andere würde dich unehrlich erscheinen lassen.

Insgesamt sollte der Businessplan nicht mehr als ungefähr 15 Seiten umfassen. Du solltest ihn als PDF-Datei verschicken können.

Die Einleitung des Textteils

Der Textteil beginnt mit einer Zusammenfassung des Businessplans. Es ist sinnvoll, diese erst am Ende zu schreiben. Dieser einleitende Absatz fasst die Geschäftsidee zusammen und benennt knapp die Erfolgs- und Risikofaktoren. Außerdem solltest Du grob umreißen, welches Ziel Du in den ersten Jahren erreichen willst.

Informationen zum Team

Da die meisten, die Deinen Plan lesen, auch nur Menschen sind, hat es sich bewährt zunächst das Team vorzustellen. Das baut eine persönliche Brücke zum Leser, der oft ein potentieller Geldgeber ist und damit vor allem Dir vertrauen können muss. Zähle die Qualifikationen der einzelnen Teammitglieder auf, welche Erfahrungen sie bisher in der Branche sammeln konnten. Hat jemand neben dem Wissen zum eigentlichen Produkt kaufmännische Qualifikationen oder Erfahrungen im Marketing? Rein damit. Sei aber auch ehrlich, welche Qualifikationen noch fehlen und wie ihr sie auszugleichen gedenkt.

Formulierung der Geschäftsidee

Nun schildere Deine Geschäftsidee. Worin genau besteht sie und was ist das Besondere an ihr? Wie planst Du Umsätze zu generieren? Soll ein Produkt oder eine Dienstleitung verkauft werden? Außerdem solltest du den aktuellen Stand der Entwicklung schildern und was noch zu tun ist.

Marktanalyse und Zielgruppe

Eine Idee kann nur gut sein, wenn sie sich von der Konkurrenz abhebt. Schaue Dir genau die Marktsituation an, in der Dein Unternehmen konkurrieren muss. Beschreibe, welche Player es sonst noch gibt und worin sie sich von deinem Unternehmen unterscheiden.

Außerdem ist es zentral, dass Du Deine potentiellen Kunden kennst. Beschreibe Deine Zielgruppe, welche Bedürfnisse sie haben und wie Du sie zu stillen gedenkst. Wenn Du bereits einen Kunden hast, benenne diesen.

Marketing und Vertrieb

Es reicht nicht, nur zu wissen wer die möglichen Kunden sind. Du solltest auch eine Vorstellung davon haben, wie Du diese erreichen kannst. Schildere die Marketingmaßnamen, mit denen Du auf Dein Unternehmen aufmerksam machen willst. Gib an, zu welchem Preis Du Dein Produkt oder Deine Dienstleitung verkaufen möchtest und wie dieser Preis zustande kommt. Auch solltest Du darauf eingehen, welche Vertriebswege Du nutzen möchtest.

Organisation des Unternehmens

Zeige auf, wie das Unternehmen zukünftig organisiert sein soll. Welche Hierarchieebenen wird es geben und welche Mitarbeiter sollen eingestellt werden? Benenne die Rechtsform, mit der Du Dein Unternehmen gründen willst oder bereits gegründet hast.

Erfolgsaussichten und Risiken

Schätze Dein Unternehmen richtig ein. Welche Kriterien begünstigen den Erfolg? Auf der anderen Seite ist es auch unerlässlich, sich der Risiken bewusst zu sein. Was kann schiefgehen und wie lässt sich dem gegensteuern?

Die Finanzen

Fasse zusammen, welche Kosten bei der Gründung entstehen. Wie viel Kapital wurde bereits aufgebracht und wie viel muss noch eingesammelt werden? Wenn für die Entwicklung Deines Produkts noch Geräte oder sonstiges Equipment eingekauft werden, solltest Du diese hier benennen.

Der Textteil endet mit Deiner Unterschrift.

Der Zahlenteil

In einer Tabelle listest Du alle anfallenden Kosten und die Gewinnaussichten für die erste Zeit Deines Unternehmens auf. Am Ende sollte klar ersichtlich sein, wie hoch Deine kalkulierten Umsätze, sowie Gewinne und Verluste ausfallen werden. Diese Rentabilitätsvorschau solltest Du genau im Blick haben.